Schulfach Mathematik Oberstufe

Stochastik lernen – Wahrscheinlichkeit & Kombinatorik

Die Stochastik vereint Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik. Du lernst, Wahrscheinlichkeiten zu berechnen, Zufallsexperimente zu modellieren und mit der Binomialverteilung zu arbeiten. Diese Karteikarten decken alle Abiturthemen ab, von der Kombinatorik bis zur bedingten Wahrscheinlichkeit.

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Stochastik strukturiert angehen

Stochastik hat drei Kernbereiche: Kombinatorik (Zählen von Möglichkeiten), Wahrscheinlichkeiten (berechnen und interpretieren) und Verteilungen (vor allem die Binomialverteilung). Lerne sie in dieser Reihenfolge.

Baumdiagramme als Werkzeug

  • Zeichne für mehrstufige Experimente immer einen Wahrscheinlichkeitsbaum.
  • Pfadregel: Wahrscheinlichkeit eines Pfades = Produkt aller Pfadwahrscheinlichkeiten.
  • Summenregel: Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses = Summe aller günstigen Pfade.

Binomialverteilung sicher anwenden

Die Binomialverteilung gilt für n unabhängige Versuche, jeder mit gleicher Trefferwahrscheinlichkeit p. Die Formel lautet: P(X = k) = C(n, k) * p^k * (1-p)^(n-k). Der Binomialkoeffizient C(n, k) = n! / (k! * (n-k)!) gibt die Anzahl der Möglichkeiten an, k Treffer aus n Versuchen zu wählen.

Bedingte Wahrscheinlichkeit

P(A|B) = P(A und B) / P(B) – die Wahrscheinlichkeit von A, gegeben dass B eingetreten ist. Zwei Ereignisse sind unabhängig, wenn P(A|B) = P(A) gilt.

Alle Karten in diesem Set

Vorderseite Rückseite
Was ist eine Laplace-Wahrscheinlichkeit? P(A) = (Anzahl günstiger Ergebnisse) / (Anzahl aller gleichwahrscheinlichen Ergebnisse)
Komplementregel P(nicht A) = 1 - P(A)
Additionsregel für unvereinbare Ereignisse P(A oder B) = P(A) + P(B), wenn A und B sich ausschließen
Multiplikationsregel für unabhängige Ereignisse P(A und B) = P(A) * P(B)
Bedingte Wahrscheinlichkeit P(A|B) P(A|B) = P(A und B) / P(B)
Wann sind zwei Ereignisse unabhängig? Wenn P(A|B) = P(A), also das Eintreten von B die Wahrscheinlichkeit von A nicht verändert.
Pfadregel im Baumdiagramm Wahrscheinlichkeit eines Pfades = Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten entlang des Pfades
Summenregel im Baumdiagramm P(Ereignis) = Summe der Wahrscheinlichkeiten aller günstigen Pfade
Binomialkoeffizient C(n, k) C(n, k) = n! / (k! * (n-k)!) Anzahl der k-elementigen Teilmengen einer n-Menge
Binomialverteilung: P(X = k) P(X = k) = C(n, k) * p^k * (1-p)^(n-k)
Erwartungswert der Binomialverteilung E(X) = n * p
Varianz der Binomialverteilung Var(X) = n * p * (1 - p)
Standardabweichung der Binomialverteilung sigma = sqrt(n * p * (1 - p))
Fakultät n! n! = n * (n-1) * (n-2) * ... * 2 * 1 Sonderfall: 0! = 1
Anzahl der Permutationen von n verschiedenen Objekten n! (alle Reihenfolgen aller n Elemente)
Ziehen mit Zurücklegen (Reihenfolge wichtig) n^k (n Möglichkeiten, k mal gezogen)
Ziehen ohne Zurücklegen (Reihenfolge unwichtig) C(n, k) = n! / (k! * (n-k)!)
Was ist eine Zufallsvariable X? Eine Variable, die jedem Ergebnis eines Zufallsexperiments eine Zahl zuordnet.
Gegenereignis von "mindestens 1 Treffer" "kein Treffer", also P(X >= 1) = 1 - P(X = 0)
Wann passt die Binomialverteilung? n unabhängige Versuche, gleiche Trefferwahrscheinlichkeit p, nur zwei mögliche Ausgänge pro Versuch.
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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Permutation und Kombination?

Bei der Permutation spielt die Reihenfolge eine Rolle (z.B. Anordnungen von Buchstaben). Bei der Kombination ist die Reihenfolge egal, nur die Auswahl zählt (z.B. Lottosystem). Die Anzahl der Kombinationen ist immer kleiner als die der Permutationen.

Wofür braucht man die Binomialverteilung?

Für Experimente, die aus n unabhängigen Versuchen bestehen, bei denen jeder Versuch genau zwei Ausgänge hat (Treffer oder kein Treffer) und die Trefferwahrscheinlichkeit p konstant bleibt. Typische Beispiele: Münzwurf, Qualitätskontrolle, Umfragen.

Wie berechnet man kumulative Wahrscheinlichkeiten bei der Binomialverteilung?

P(X <= k) ist die Summe von P(X = 0) + P(X = 1) + ... + P(X = k). Im Taschenrechner gibt es dafür direkt die Funktion binomcdf(n, p, k). Alternativ nutzt man Tabellen oder berechnet das Komplement: P(X > k) = 1 - P(X <= k).

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