IHK Kaufmann für Büromanagement lernen – Karteikarten Abschlussprüfung
Die IHK-Abschlussprüfung Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement umfasst Geschäftsprozesse, kaufmännische Steuerung, Assistenz und Sekretariat. Diese Karteikarten decken die wichtigsten Prüfungsthemen ab: Bürokommunikation, Informationsmanagement, Personalwirtschaft und rechtliche Grundlagen.
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Prüfungsvorbereitung Büromanagement
Die IHK-Abschlussprüfung Teil 1 (AP1) findet vor dem Ende der Ausbildung statt und deckt kaufmännische Steuerung und Kontrolle ab. Teil 2 (AP2) prüft alle weiteren Lernfelder sowie die Wahlqualifikationen.
Schwerpunktthemen im Überblick
- Informationsmanagement: Datenschutz (DSGVO), Dokumentenmanagement, digitale Kommunikation
- Personalwirtschaft: Bewerbungsverfahren, Entgeltabrechnung, Arbeitsrecht-Grundlagen
- Bürokommunikation: DIN 5008 (Schriftverkehr), professionelle Korrespondenz
- Veranstaltungsorganisation: Planung, Koordination, Nachbereitung
- Beschaffung: Einkaufsprozess, Angebotsvergleich, Bestellwesen
Lern-Strategie
- Altes Prüfungsmaterial der IHK (mindestens 3 Jahrgänge) durcharbeiten.
- DIN 5008 und DSGVO-Grundbegriffe auswendig lernen – diese kommen regelmäßig.
- Wahlqualifikationen gezielt vertiefen – nur die eigenen Wahlqualifikationen sind prüfungsrelevant.
Alle Karten in diesem Set
| Vorderseite | Rückseite |
|---|---|
| Was regelt die DSGVO in Unternehmen? | Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten in der EU. Sie legt Grundsätze wie Zweckbindung, Datensparsamkeit und Informationspflichten fest. |
| Was ist ein Datenschutzbeauftragter und wann ist er Pflicht? | Ein Datenschutzbeauftragter (DSB) ist ab 20 Personen, die regelmäßig personenbezogene Daten verarbeiten, Pflicht (§ 38 BDSG). Er überwacht die Einhaltung der DSGVO. |
| Was versteht man unter DIN 5008? | DIN 5008 ist eine deutsche Norm für Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung. Sie legt z.B. Abstände, Datumsformate (2026-05-26), Anredeformeln und Briefaufbau fest. |
| Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettolohn? | Der Bruttolohn ist das vereinbarte Entgelt vor Abzügen. Der Nettolohn ist das Entgelt nach Abzug von Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Arbeitnehmeranteilen zur Sozialversicherung. |
| Welche Sozialversicherungszweige gibt es in Deutschland? | Krankenversicherung (KV), Pflegeversicherung (PV), Rentenversicherung (RV), Arbeitslosenversicherung (AV) und Unfallversicherung (UV). Die UV trägt allein der Arbeitgeber. |
| Was ist ein Organigramm? | Ein Organigramm ist eine grafische Darstellung der formalen Aufbauorganisation eines Unternehmens – es zeigt Hierarchieebenen, Abteilungen und Weisungsbeziehungen. |
| Was ist der Unterschied zwischen Aufbauorganisation und Ablauforganisation? | Die Aufbauorganisation regelt die Strukturen (Stellen, Abteilungen, Hierarchien). Die Ablauforganisation regelt die Prozesse und Arbeitsabläufe (Wer macht was, wann, womit). |
| Was ist ein Pflichtenheft? | Das Pflichtenheft beschreibt, wie der Auftragnehmer die im Lastenheft formulierten Anforderungen des Auftraggebers konkret umsetzen will. Es ist die Grundlage des Vertrags. |
| Was versteht man unter dem Postulat der Wirtschaftlichkeit? | Das Wirtschaftlichkeitsprinzip besagt: mit minimalem Mitteleinsatz ein Maximum an Ergebnis zu erzielen (Minimalprinzip) oder mit gegebenem Aufwand ein Maximum zu erreichen (Maximalprinzip). |
| Welche Aufgaben hat eine Registratur? | Die Registratur dient der geordneten Ablage, Aufbewahrung und Bereitstellung von Dokumenten. Sie gewährleistet Nachvollziehbarkeit, Revisionssicherheit und schnelle Wiederauffindbarkeit. |
| Was ist eine Vollmacht? | Eine Vollmacht ermächtigt eine Person (Bevollmächtigten), im Namen einer anderen Person (Vollmachtgeber) rechtsverbindliche Erklärungen abzugeben. Sie kann schriftlich oder mündlich erteilt werden. |
| Unterschied: Generalvollmacht, Prokura, Handlungsvollmacht | Prokura: weitreichendste kaufmännische Vollmacht (ins Handelsregister einzutragen). Generalvollmacht: umfasst alle Rechtsgeschäfte. Handlungsvollmacht: auf bestimmte Geschäftsbereiche beschränkt. |
| Was sind Pflichtangaben in einer Geschäftskorrespondenz (E-Mail/Brief)? | Bei Kapitalgesellschaften: Rechtsform, Sitz, Registergericht, HRB-Nummer, alle Geschäftsführer, ggf. Aufsichtsratsvorsitzender. Bei E-Mails durch § 37a HGB vorgeschrieben. |
| Was ist ein Handelsregister? | Das Handelsregister ist ein öffentliches Verzeichnis aller Kaufleute und Handelsgesellschaften (GmbH, AG, OHG, KG). Es enthält Angaben zu Firma, Sitz, Vertretungsberechtigten und Kapital. |
| Was ist der Unterschied zwischen Angebot und Auftrag? | Ein Angebot ist eine verbindliche Willenserklärung des Verkäufers. Ein Auftrag (Bestellung) ist die Annahme durch den Käufer. Erst beides zusammen bildet einen Kaufvertrag. |
| Was versteht man unter Skonto? | Skonto ist ein prozentualer Preisnachlass bei Zahlung innerhalb einer bestimmten Frist (z.B. "2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen"). Es ist ein Anreiz für schnelle Zahlung. |
| Was bedeutet Mahnung und wann ist sie notwendig? | Eine Mahnung ist eine Zahlungsaufforderung nach Fälligkeit. In der Regel tritt Verzug nach drei Mahnungen ein – außer bei einem konkreten Zahlungstermin, dann automatisch nach Fristablauf (§ 286 BGB). |
| Was ist eine Inventur? | Die Inventur ist die körperliche oder buchmäßige Bestandsaufnahme aller Vermögensgegenstände und Schulden eines Unternehmens zu einem Stichtag (§ 240 HGB). Ergebnis: das Inventar. |
| Was ist Telearbeit (Heimarbeit) und was ist mobiles Arbeiten? | Telearbeit meint einen fest eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz im Privatbereich des Arbeitnehmers (§ 2 ArbStättV). Mobiles Arbeiten ist ortsungebundene Arbeit ohne festen Heimarbeitsplatz. |
| Was ist ein Protokoll und welche Arten gibt es? | Ein Protokoll dokumentiert den Verlauf oder die Ergebnisse einer Besprechung. Arten: Verlaufsprotokoll (chronologisch), Ergebnisprotokoll (nur Beschlüsse), Kurzprotokoll (wesentliche Punkte). |
| Was ist eine Tagesordnung (TO)? | Die Tagesordnung ist eine vorab festgelegte Liste der Besprechungspunkte einer Sitzung in der vorgesehenen Reihenfolge. Sie wird i.d.R. mit der Einladung verschickt. |
| Was ist der Unterschied zwischen internem und externem Rechnungswesen? | Das interne Rechnungswesen (Kostenrechnung, Controlling) dient der internen Steuerung. Das externe Rechnungswesen (Buchführung, Jahresabschluss) ist nach HGB und Steuerrecht für externe Adressaten aufzustellen. |
Häufige Fragen
Wie ist die IHK-Abschlussprüfung Büromanagement aufgebaut?
Die Prüfung besteht aus Teil 1 (AP1, schriftlich, kaufmännische Steuerung und Kontrolle, vor Ende der Ausbildung) und Teil 2 (AP2, schriftlich und praktisch, alle weiteren Lernfelder und Wahlqualifikationen). Teil 1 zählt 25 %, Teil 2 75 %.
Was sind Wahlqualifikationen beim Büromanagement?
Wahlqualifikationen sind spezialisierte Ausbildungsbereiche, die Betrieb und Auszubildender gemeinsam wählen. Beispiele: Assistenz und Sekretariat, kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen, Personalwirtschaft.
Welche Norm regelt den Schriftverkehr in deutschen Büros?
DIN 5008 "Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung" legt Formatierung, Abstände, Datum, Anreden und Briefaufbau fest. Sie ist für die IHK-Prüfung prüfungsrelevant.